Die pfälzische Landeskirche und ihre Gemeinden im Nationalsozialismus

Eine Wanderausstellung der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)

Worum geht es in der Ausstellung?

Siegel der Deutschen Evangelischen Kirche. Quelle: ZASP Abt. 1.1. Nr. 607.

Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand. NS-Funktionäre sahen sich als gute Protestanten, Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Erkennbaren Widerstand (‚Kirchenkampf‘) gab es nicht.

Im Anschluss an die Publikation „Protestanten ohne Protest“ (2016) bietet die Wanderausstellung Informationen zur pfälzischen Landeskirche im Nationalsozialismus mit dem Schwerpunkt auf dem Gemeindeleben.

Warum das Thema immer noch wichtig für uns ist

Der Umgang mit der NS-Vergangenheit fällt schwer. Wie gehen wir mit dem Versagen der Landeskirche und der Kirchengemeinden um? Was sagen wir zu den Tätern und den Unterstützern des NS-Regimes aus unseren Reihen? Was sind wir den Nachfahren der Opfer schuldig? Was machen wir mit den Relikten der NS-Kirchengeschichte?

Einen Schlussstrich kann es nicht geben. Dazu wiegen die Verbrechen, die Leiden der Opfer und das Versagen der Kirche zu schwer. Die historische Aufarbeitung ist nicht abgeschlossen. Jede Generation steht neu vor der Aufgabe, sich die Geschichte anzueignen.