1907 unternahm der Protestantische Kirchenchor Bergzabern einen Ausflug zur Wegelnburg Das Erinnerungsfoto zeigt die Sängerinnen und Sänger, Jung und Alt, in sommerlicher Sonntagskleidung, mit Hüten und langen Kleidern lagerten sie sich lässig auf den Waldboden.
Im Pfarrarchiv Bad Bergzabern, der zurzeit erschlossen wird, ist auch das Protokollbuch des Kirchenchors erhalten. Es beginnt 1889, zehn Jahre nach der Gründung des Chors, mit dem Protokoll einer Generalversammlung. In dieser Versammlung beschließt der Chor, sich unter dem Namen „Protestantischer Kirchengesangverein Bergzabern“ mit eigenen Statuten zu konstituieren.
40 aktive und sieben passive Mitglieder, unter ihnen Dekan Kirchenrat Karl Ludwig Konrad Maurer und Ortspfarrer Johann Michael Lang, gehören dem Verein zu dieser Zeit an. Als Vereinszweck nennen die Statuten die „Pflege und Förderung des Kirchengesanges nebenbei auch des Volksgesanges“. Der Verein soll durch seine Leistungen zur Erhöhung der gottesdienstlichen Feier beitragen. Geleitet wird der Chor von Lehrer Born.
Das Protokollbuch und das Foto erzählen von den Anfängen eines Vereins, dessen Mitglieder sich nicht nur zur wöchentlichen Singstunde trafen, sondern, quasi als Highlight im Vereinsleben, Ausflüge in Gottes freie Natur unternahmen. Sicherlich stimmten die Ausflügler auch Volkslieder an, schließlich diente das dem Vereinszweck.
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